Kreativ forschen

Inhalt  

Forscher arbeiten ständig mit paradoxen Anforderungen: Sie sind dauernd mit Unbekanntem konfrontiert, sollen möglichst innovativ und kreativ sein, gleichzeitig sollen sie überlegt, strukturiert und nach Plan vorgehen. Die Erwartungen und Normen der Forschergemeinschaft können unerfahrene Doktoranden besonders verunsichern, können zu Druck, negativen Gedanken und Motivationsverlust führen. Es sind besonders diese negativen Gefühle und Einstellung, die Kreativität einschränken. 

Mit kreativen Methoden, unter anderem dem automatischen Schreiben, lernen die Doktorierenden zu erkennen, was ihrem Denken und ihrer Kreativität im Wege steht, sie lernen Denkhemmungen zu lösen und dadurch freier zu handeln. Selbstreflexion spielt im Kurs daher eine wichtige Rolle: Die Teilnehmer hinterfragen die eigene Haltung ihrer Arbeit gegenüber ebenso wie ihr Verständnis von Wissenschaft und Forschung. Sie lernen, sich von negativen Gedanken zu distanzieren und erarbeiten eigene Strategien, die ihre Arbeits- und Denkweise sowie ihre Kreativität fördern. Dies ermöglicht den Kursteilnehmern, ihre Kreativität auch in Zukunft zu nähren, sei dies im Forschungsprozess oder in anderen beruflichen Tätigkeiten.

Inhaltliche Schwerpunkte:

-kurzer Einblick in die Geschichte der Forschung und der Erkenntnistheorie mit dem Ziel, Normvorstellungen und Missverständnisse über Wissenschaft, Forschung und Scheitern zu klären
- psychologische Ursachen von Denk- und Leistungshemmungen
- Eigenschaften, Typen und Phasen von Kreativität
- die eigene Arbeits- und Denkweise und die eigenen Schwierigkeiten im Forschungsprozess analysieren

- einen neuen Umgang mit Fehlern und Scheitern erlernen
- erarbeiten von neuen, unkonventionellen Herangehensweisen an ihr Forschungsobjekt

Lernziele  

Die Doktoranden
erwerben wissenschaftstheoretische Kenntnisse und reflektieren ihr Verständnis des Forschungsprozesses
verstehen, wie Denk- und Leistungsprozesse psychologisch funktionieren, was sie beeinträchtigt und wie sie gefördert werden können
entwickeln ein pragmatisches Selbstverständnis von sich als Forscher und „Problemlöser“
lernen dem eigenen Denken und ihrer Kreativität zu vertrauen und erlangen einen hilfreichen Umgang mit Misserfolgen
entwickeln massgeschneiderte Strategien, um eigene kreative Prozesse in Gang zu bringen.

Dozierende   Dr. phil. Alba Polo
Zielgruppe   Der Kurs richtet sich an alle Doktorierende.
Vorkenntnisse   Keine.
Sprache   Deutsch
Anzahl Teilnehmende   12
Dauer   3 Kurstage.
Termine  

11.09.2018 8:30 - 17:30h
18.09.​2018 8:30 - 17:30h

02.10.​2018 8:30 - 17:30h

Stornofrist  

21.08.2018 23:59

Durchführungsort  

 RAA-E-30

Ansprechsperson   Eric Alms, Graduate Campus
ECTS Credit   1 ECTS Credit (muss von der jeweiligen Fakultät entsprechend anerkannt werden)