Einführung Citizen Science: Gemeinsam Wissen schaffen - Wie Forschung und BürgerInnen von Partizipation profitieren

Inhalt  

Oftmals findet wissenschaftliche Forschung unter Ausschluss einer breiteren Öffentlichkeit statt. Dafür gibt es viele Gründe – aber es gibt auch viele gute Gründe dagegen. So können durch den Einbezug von Bürgerinnen und Bürger lokale Daten erhoben, ausgewertet und interpretiert werden beispielsweise im Kontext der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele. Auch die Entwicklung von gesellschaftlich relevanten Fragestellungen kann durch die Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern erleichtert werden. Unter dem Stichwort «Partizipation» und «Citizen Science» wird in diesem Workshop thematisiert, wie Bürgerinnen und Bürger in Forschungsprojekte miteinbezogen werden können und wann und warum dies für die eigene Forschung gut sein kann. Nach einer Einführung ins Thema werden konkrete Beispiele von partizipativen Methoden und Studien aus den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften vorgestellt und anhand von Zielen, Herausforderungen und Problematiken der Ansätze kritisch diskutiert. Insgesamt soll der Workshop ein kritisches Bewusstsein über das Spannungsverhältnis von Gesellschaft und Wissenschaft stärken. Der Workshop ist interaktiv und diskursiv gestaltet und soll zur Reflektion darüber anregen, wie Wissen heutzutage produziert wird und wie Wissensproduktion in Zukunft aussehen könnte, die sich durch grössere Offenheit und Teilhabemöglichkeiten von Bürgern und Bürgerinnen auszeichnet. Auf praktischer Ebene geht es um die Vermittlung von «Tools», Methodenbausteinen und Kriterien / Prinzipien um die eigene Forschung partizipativer gestalten zu können.

Lernziele   Teilnehmende
  • erhalten einen Überblick zur aktuellen Citizen Science Debatte und (weiteren, anderen) partizipativen Ansätzen und kennen die wesentlichen Argumente/ Standpunkte
  • kennen verschiedene Anwendungsfelder und Ansätze von Citizen Science und Partizipation sowie Methoden und Tools, und deren Grenzen und Möglichkeiten (Vor- und Nachteile) 
  • kennen Auswahlkriterien und Prinzipien, um besser entscheiden zu können, wann Citizen Science/partizipative Methoden sinnvoll für ein konkretes, eigenes Forschungsprojekt sind.
Dozierende  

Petra Biberhofer, PhD, Partizipative Wissenschaftsakademie Dr. sc. ETHZ Ruth Förster, Dr. Ruth Förster – Training & Beratung u.a.

Zielgruppe  

Doktorierende und Post-Doktorierende aller Fakultäten (UZH und ETH Zürich)

Termine  

08.11.2019 9:00 – 17:30

15.11.2019 9:00 – 17:30
Stornofrist  

18.10.2019 23:59

Durchführungsort  

08.11.2019 RAA-E-30 (Rämistrasse 59)

15.11.2019 KO2-F-151

Ansprechsperson   Eric Alms, Graduate Campus
ECTS-Punkte   1 ECTS (muss von der jeweiligen Fakultät entsprechend anerkannt werden)