Scheitern und Improvisation

Inhalt  

“Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.” (Samuel Beckett) 

Dieser Kurs setzt sich auf konstruktive Art mit dem Scheitern in der wissenschaftlichen Arbeit auseinander. Das Risiko des Scheiterns ist ein unvermeidlicher Teil jedes Prozesses, in dem die Grenzen des Altbekannten verlassen werden um Neues zu entdecken. Trotzdem ist Scheitern sehr stark negativ besetzt und die Angst vor dem Scheitern ist eine der zentralen Ursachen für Blockaden im wissenschaftlichen Arbeitsprozess. So entstehen beispielsweise Schreibblockaden häufig aus der Angst davor Fehler zu machen, den falschen Weg einzuschlagen oder eine Idee zu vertreten, die sich später als falsch herausstellt. 

Die Angst vor dem Scheitern zu überwinden ist eine wichtige Voraussetzung um innovative und kreative Forschung durchführen zu können und um dabei auch die Freude am Forschungsprozess zu erhalten. Im Rahmen des Kurses werden Übungen und Techniken aus dem Bereich der Improvisation vermittelt, die einerseits helfen einen konstruktiven Umgang mit der Angst vor dem Scheitern zu finden und die gleichzeitig auch die Kreativität fördern. Im Improvisationstheater entstehen Szenen einmalig ohne Vorbereitung vor den Augen des Publikums, was ein hohes Risiko zu scheitern mit sich bringt. Als Folge entstanden eine Reihe von Erkenntnissen und Übungen, die sich auch im Forschungskontext gewinnbringend einsetzen lassen. Dazu gehören beispielsweise Übungen zum Umgang mit dem „inneren Zensor“, der das Denken oder Äussern von neuen Ideen unterbindet und damit Kreativität und Innovation verunmöglicht. 

Der Kurs beinhaltet theoretische Inputs, praktische Übungen und Raum für die Reflexion der eigenen Forschungsbiographie im Hinblick auf den Umgang mit Scheitern. 

Lernziele  
  • Die Teilnehmenden verstehen den Zusammenhang zwischen der Angst vor dem Scheitern und Blockaden im wissenschaftlichen Arbeitsprozess.
  • Die Teilnehmenden kennen Strategien um ihrer Angst vor dem Scheitern zu begegnen.
  • Die Teilnehmenden kennen Techniken um ihren „inneren Zensor“ auszuschalten.
  • Die Teilnehmenden kennen kreativitätsfördernde Übungen aus dem Bereich des Improvisationstheaters

Dozierende

 

Dr. Daniela Landert, Englisches Seminar UZH. Sprachwissenschaftlerin, Improspielerin und Improtrainerin

Zielgruppe

 

Doktorierende aller Disziplinen

Dauer   2 Tage
Termine  

16.11.2020 9:00 - 17:30h
7.12.2020 9:00 - 17:30h

Stornofrist

 

26.10.2020 23:59

Durchführungsort

 

RAA-E-30

Ansprechsperson

  Eric Alms, Graduate Campus
ECTS Credit  

1 ECTS Credit (muss von der jeweiligen Fakultät entsprechend anerkannt werden)